Du brauchst keine Antworten von außen – nur einen klaren Blick nach innen.
- Dannie Quilitzsch

- 23. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit
Warum Supervision und Reflexion im Führungskontext so wichtig sind.

In einer Welt, in der alles immer schneller wird, ist es leicht, sich selbst aus dem Blick zu verlieren.
Entscheidungen werden im Minutentakt getroffen.Meetings jagen sich.Zwischen To-Do-Listen und Zeitdruck bleibt kaum Raum, um zu spüren, was wir eigentlich brauchen, fühlen – oder wirklich wollen.
Besonders für Menschen mit Verantwortung – Führungskräfte, Coaches, Therapeut*innen – ist das paradox:Sie sind es gewohnt, für andere Orientierung zu geben.Aber was passiert, wenn sie selbst nicht mehr klar sehen?
Reflexion ist keine Schwäche – sondern ein Zeichen von Stärke.
Wir leben in einem System, das Antworten verlangt. Sofort.Doch innere Prozesse lassen sich nicht takten.
Manche Entscheidungen reifen auf einer ganz anderen Ebene:Nicht im Denken. Sondern im Spüren. Im Körper. Im Herz. In dem Raum, den wir selten betreten, weil er uns „nichts Produktives“ liefert – nur Wahrheit.
Und genau da beginnt Klarheit.
Denn oft wissen wir längst, was zu tun ist.Aber wir hören uns nicht zu.
Warum Supervision heute wichtiger ist als je zuvor.
Supervision, mediale Standortbestimmung oder bewusste Reflexion bieten genau das:Einen geschützten Raum, um innezuhalten.Um zu verstehen, was wirklich wirkt – in uns, durch uns, manchmal gegen uns.
Gerade in der Arbeit mit anderen Menschen (als Therapeut*in, Coach, Führungskraft) ist es essenziell, sich selbst zu reflektieren:
Wo übertrage ich gerade eigene Themen auf andere?
Wo gehe ich Kompromisse ein, die mich selbst verletzen?
Wo blockiere ich meinen Ausdruck, aus Angst, falsch zu liegen?
Diese Fragen führen zu Präsenz.Und Präsenz führt zu Klarheit.Nicht aus Analyse – sondern aus Kontakt mit uns selbst.
Es geht nicht um Ratschläge. Sondern um Rückbindung.
Der Weg nach innen ist kein Luxus – er ist die Grundlage guter Entscheidungen.Wer führen will, muss sich selbst führen können.Und das heißt:Sich selbst zuhören.Sich selbst ernst nehmen.Sich selbst halten – auch in Unsicherheit.
Denn genau dort, wo wir stocken, nicht weiterwissen oder das Selbstvertrauen bröckelt, liegt oft nicht die Antwort im Außen – sondern die Einladung zur Innenschau.
Wenn du Klarheit willst, brauchst du keine Meinung – sondern Verbindung.
Nicht schneller. Nicht besser. Nicht mehr.Sondern echter. Ehrlicher. Näher an dir.
Du brauchst keine Antworten von außen.Nur einen klaren Blick nach innen.
Und genau dabei begleite ich Menschen – in Supervision, in Standortbestimmungen, in Räumen, wo dein Innerstes endlich sprechen darf.




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